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Das erste Date

Wir haben uns in einem Fremdgehportal kennengelernt. Beide wollten wir auch nur das - endlich Sex. Ohne weitere Verpflichtungen, denn wir waren beide noch nicht ganz unfrei.

Nein, eine Kennenlerngeschichte soll das nicht werden - nach mehreren Wochen des Chattens und SMSen verschickens (mit voller Absicht haben wir nie vorher telefoniert, weil wir unsere Stimmen nicht kennen wollten vor dem Treffen) kam es endlich zu unserem Date.

In einem Hotel. Denn der ursprüngliche Treffpunkt schied wegen eines unangekündigten Platzregens aus..

Eine Stunde vorher stand ich noch im Bad, habe mich rasiert, eingecremt, BH, String und halterlose Strümpfe angezogen. Leichtes Make-Up, Jeans, Bluse und Pumps. Das Handy piepst - "ich bin da..". Meine Nervosität steigt ins Unermessliche. Was passiert heute? Passiert überhaupt etwas? Ist er der "Richtige" für das, was wir suchen - obwohl wir natürlich schon lange festgestellt haben, dass wir genau das sind, was wir ohne zu wissen gesucht haben.. aber wie wird das sein, das erste Sich-sehen-hören-riechen-schmecken?

Ich fahre los.. und viel schneller als gedacht bin ich da, parke, steige aus und laufe, doch reichlich zittrig, in die Lobby, von da aus in die Bar. Fast will ich mich wieder umdrehen und doch kneifen, da steht er schon auf und geht, nein, tanzt auf mich zu. Eine Sekunde Panik und Entsetzen, dann Erleichterung und Freude. Schon steht er vor mir, lacht mich an und sagt irgendetwas wie "Endlich".. bis auf die Tatsache, dass ich seine Stimme sehr mag, nehme ich nichts wahr.

Schon sitzen wir an einem Tisch, so dicht aneinander, dass der Kellner kaum herankommt, um die Bestellung aufzunehmen. Wir halten uns an den Händen, ich atme seinen Duft ein - ein ganz zarter Duft nach - nach IHM. Kein Parfum, kein Fremdgeruch, vor allem nichts Unangenehmes - ich kann ihn riechen! Noch heute muss ich nur an seinem Shirt riechen und mich überschwemmen Gefühle wie Geilheit, Wolllust, aber auch Liebe, Zuneigung, Vertrautheit, Geborgenheit.

Ich weiß nicht mehr, worüber wir geredet haben - es war jedenfalls keine Sekunde dabei, die in irgend einer Weise unangenehm gewesen wäre - endlich fasse ich mir ein Herz und frage, ob wir nicht endlich auf sein Zimmer gehen könnten. Er lacht mich an und schon stehen wir im Fahrstuhl, küssen uns, gehen den Flur zu seinem Zimmer engumschlungen.

Im Zimmer küssen wir uns weiter, streicheln uns intensiv über die Kleider, wir werden wilder und fordernder, betasten, erkunden uns. Er öffnet die Knöpfe meiner Bluse, meinen Gürtel, die Hose fällt nach unten, ich steige heraus, stehe vor ihm in Strümpfen und Wäsche. Er streichelt mich weiter, wir küssen uns, unsere Zungen verhaken sich fast, wir saugen, schmecken, lecken, sind gierig und geil.

Jetzt ist sein Hemd an der Reihe. Ein so schöner Körper! Breite Schultern, ganz glatte Haut, zart fast. Kräftige Arme, die mich packen können, kleine, zartgliedrige Hände, die aber trotzdem so viel Kraft haben, Finger, die mich zur Weißglut und zum Schreien bringen können.. Jetzt seine Hose - wie ich schon vorher wusste, trägt er keine Unterwäsche. Sein Schwanz springt mir fast entgegen, pochend, einen Tropfen schon an der Spitze. Wunderschön, dieser Schwanz, so gerade, so groß, so prall - ich will ihn spüren, sofort! Tief in mir.. ich umfasse seinen Schwanz, streichle ihn, erkunde jeden Millimeter, streichle weiter, seine kleinen, prallen Hoden, seinen Po, seinen Rücken, Wir fallen auf das Bett, streicheln uns immer weiter, immer geiler, immer wilder. Er streift meinen Slip ab, öffnet meinen BH - und endlich dringt er auch in mich ein, ich bin inzwischen nicht mehr feucht, sondern nass.. Es ist einfach wunderbar, nach so langer Zeit endlich gefickt zu werden. Genießen mit allen Sinnen - währenddessen küssen und streicheln wir uns, wir sehen uns tief in die Augen, erkennen uns.. und er kommt, ergießt sich in mich, lässt mich daran teilhaben, öffnet sich ganz und es ist einfach wunderbar..

Wir schlafen noch mehrmals an diesem Tag miteinander - ich erlebe Stunden voller Nähe, Zärtlichkeit, wildem Sex, zartem Sex, Küsse, Streicheln - und voller Gespräche. Nicht zu viel, ein erstes zartes Herantasten an Dinge, die man sich nur persönlich sagen kann.

Am nächsten Tag komme ich wieder, jetzt kann ich auch drei Tage am Stück bleiben - so lange, bis er wieder abreisen muss. Wir haben Frühstückssex, frühstücken dann in der Hotelbar, haben dann Nachfrühstückssex, StattMittagessenSex, Nachtischsex, Nachmittagssex. Dann packt uns doch der Hunger und wir gehen wie geplant Essen. Wieder ein sinnliches Erlebnis, wie ich es mit noch keinem Mann teilen konnte - diese Hingabe, mit der er isst, diese Lust am Geschmack und die Freude, wenn er sieht, wie mir etwas schmeckt - wir essen nicht. wir LIEBEN das Essen. Wir haben Sex mit dem Essen. Unnötig zu sagen, dass wir, kaum im Hotel angekommen, wieder "richtigen" Sex haben - und dann stundenlang reden, uns Geschichten aus dem Leben erzählen. Ich will nicht schlafen, denn jede Minute ist kostbar - er schläft irgendwann ein und schnarcht leise und gleichmäßig -und ich, die nachts jedes Geräusch hasst, genieße und liebe das vom ersten Moment an. Im Halbschlaf liege ich eng an ihn geschmiegt da und höre ihm beim Schlafen zu. Irgendwann muss ich doch eingeschlafen sein, denn ich wache davon auf, dass er mich ansieht, mit seinen weichen braunen Augen, so zärtlich.. Natürlich habe auch ich geschnarcht.. es passiert mir selten, aber so wie ich dalag, war es kein Wunder - und er lacht nicht, sondern meint, er habe es wunderbar gefunden.

Irgendwann am späten Vormittag gehen wir los und kaufen uns alles, was wir für die nächsten 2 Tage brauchen: Wasser, Säfte, Käse, Obst, Brot, Grissini, Süßigkeiten. Wir wollen sicherstellen, dass wir, außer für das Frühstück - ohne Kaffee bin ich nicht lange zu ertragen! - das Zimmer nicht verlassen müssen..

In dieser Nacht höre ich ihn das erste Mal im Schlaf sprechen.. auf deutsch, was mich sehr wundert, denn seine Muttersprache ist Spanisch und er lebt auch (leider bis heute) in Spanien.. Ich bekomme einen ersten Eindruck von seiner "anderen" Seite, er träumt etwas Trauriges, Melancholisches. Dann aber, etwas später, lacht er im Traum, redet spanisch, lacht wieder und schläft wieder fest.

Der letzte Tag unseres ersten Treffens ist angebrochen. Ich bin schon lange vor der Trennung traurig, wir lieben uns intensiv, ich erkunde seinen ganzen Körper mit dem Mund, sauge, lecke, küsse. Meine Nase findet diesen Punkt am Hals, den ich über alles liebe - diese feine Stelle mit der besonders zarten Haut und dem besonders intensiven Duft. Wieder werde ich sofort feucht, zeige ihm deutlich, dass ich MEHR möchte. Er küsst mich, fängt an den Lippen an, wandert mit dem Mund und der Zunge weiter, an meine Ohren - ich habe das bisher immer gehasst, aber was ist das?? Oh, ja, das ist wunderbar! Jetzt geht er tiefer, über meinen Hals zu meinen Brüsten, saugt, beißt zart zu, geht mit dem Mund weiter, während die Hände da weitermachen, wo er eben mit den Zähnen aufgehört hat.. Meine Haut ist so empfindlich, dass mir die Schauer über den Rücken bis in die Fingerspitzen und in die Zehen jagen, überall kribbelt es, ich werde fast wahnsinnig vor Lust, Jetzt schiebt er meine Beine mit den Händen auseinander, küsst, saugt, leckt, nimmt die Finger zur Hilfe, steckt die Zunge tief in meine Vagina, umkreist meine Perle, hört nicht auf, auch als ich ihn darum bitte, denn ich habe Angst - Angst vor mir selbst und dem, was passieren könnte - aber er lässt nicht locker, ist so zart, so hart, so gut - und ich lasse mich endlich fallen, fühle die Welle der Lust über mich kommen und habe den ersten Orgasmus mit einem Mann. Ich schreie meine Lust aus mir heraus, winde mich, er hält mich fest, macht einfach weiter und ich komme, komme, komme. Irgendwann ist es vorbei und er umschlingt mich fest, drückt mich an sich und freut sich - für mich. Er kann es nicht glauben, als ich ihm sage, dass dies das erste Mal war, dass ich NICHT alleine war beim Orgasmus - dass ich mich nie vorher so habe fallen lassen können und dass es nie vorher ein Mann geschafft hat, mich so weit zu bringen. Und dass ich aber auch genau wusste - wenn es bei ihm nicht geht, wird es nie funktionieren.

Später dann bringe ich ihn zum Flughafen, fahre gleich weiter, denn begleiten könnte ich ihn jetzt nicht. Der Abschied ist schrecklich, wir sind beide so traurig, aber auch glücklich. Ich fahre schnell weg, denn ich merke schon, dass ich weinen muss. Fahre nicht nach Hause, das geht nicht, sondern zu einer Freundin, der besten Freundin. Heule mir dort die Augen aus - und bekomme diese SMS: Liebe .., ich nehme alles mit.. deine Küsse, deinen Duft, dein Lächeln.. danke! Bis bald, besos! Te quiero..."

 

30.3.09 01:14
 


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